Ein Apfelbäumchen mit Verlustangst

IMG_7403Es mag sich unglaublich anhören, doch diese Geschichte ist tatsächlich genau so geschehen. Ja, es ist dieser Baum, den du hier auf dem Foto siehst. 😉

Du wirst vielleicht die Botschaft, die darin verborgen liegt, erahnen können. Denn nichts geschieht ohne Grund, und in der Natur schon gar nicht. 😉

Alles begann damit, dass unsere Nachbarin ein kleines Apfelbäumchen pflanzte. Es sah unscheinbar aus, denn zuerst war es nicht mehr als ein Stöckchen. Das sollte mal ein richtiger Baum werden?

Doch ich staunte, denn über die Sommermonate sah es tatsächlich einem Baum immer ähnlicher. Der Stock wurde zu einem jungen Stamm, bekam viele kleine Äste und ein leuchtend grünes Blätterkleid. Nun ja, irgendwann würde er vielleicht auch Äpfel tragen, dachte ich so bei mir.

Dann zog der Herbst ins Land und die Tage wurden allmählich kürzer und merklich kühler. Die Natur tauchte sich wie jedes Jahr in ein wunderschönes farbenprächtiges Gewand. Die Blätter der Bäume leuchteten mit der Sonne um die Wette und präsentierten uns ihre schönsten warm leuchtenden Farbtöne. Ja, der Oktober ist schon ein besonderer Monat. Er versüßt uns irgendwie den Abschied vom Sommer und macht es uns dadurch etwas leichter.

Nun, es geht ja in dieser Geschichte um das kleine Apfelbäumchen. Und jetzt wird es wirklich interessant.

Anscheinend hatte dieses Bäumchen noch gar nicht mitbekommen, dass der Sommer längst vorbei war, denn seine Blätter waren immer noch grün. Und sie hingen so fest an seinen Ästen, als wollte er sie niemals wieder loslassen. Interessant … dachte ich so bei mir.

Inzwischen neigte sich der November seinem Ende zu und die Natur wurde stiller und stiller… Alle Laubbäume im Garten und in den Wäldern hatten ihre bunten Kleider schon komplett ausgezogen. Was jetzt noch an Resten hängen geblieben war, würde spätestens der nächste Sturm durchs Land wehen.

Zu meinem großen Erstaunen fiel mir jetzt auf, dass unser Apfelbäumchen immer noch seine grünen Blätter trug, auch wenn sie inzwischen etwas kraftlos und matt erschienen. Sie saßen wie festgeklebt an den Ästen und trotzten bisher jedem Sturm.

Hm … nun begann meine Aufmerksamkeit zu wachsen, denn das war schon ein interessantes Phänomen.

Was veranlasste das Bäumchen dazu, seine Blätter zu behalten?

Von da an ging mein Blick jeden Morgen zuerst in den Garten zum kleinen Apfelbaum. Wie lange mochte er das noch durchhalten? Was hatte er vor? Und vor allem: was wollte mir das sagen?

Alle Bäume waren leergefegt, nur dieses kleine Bäumchen stand noch mit all seinen Blättern. von frostigem Reif verziert, im Garten.

Das darf doch nicht wahr sein, dachte ich eines Tages. Und es meldete sich der Impuls, diesem kleinen Baumwesen auf die Sprünge zu helfen. Er brauchte wohl dringend ein Loslass-Coaching. 😉

Also nahm ich Kontakt mit ihm auf. Ich stand am Fenster, fühlte mich auf Herzensebene in ihn hinein und sprach mit ihm über meine Gedanken. Wow … mich durchströmte ein Gefühl tiefer Verbundenheit und Liebe … eine ganz besondere Erfahrung!

So fragte ich ihn: „Sag mal, warum lässt du deine Blätter nicht los? Weißt du denn nicht, dass der Winter bevorsteht und alle Bäume ihre Blätter verlieren?“

Die Antwort des Bäumchens erstaunte mich: „Aber ich will meine Blätter nicht verlieren. Dann bekomme ich ja keine neuen. Sie sind doch alles was ich habe.“

Du kannst dir sicher vorstellen, wie ich staunte.

Und ich spürte, dieser Baum braucht jetzt ein bisschen Jahreszeiten-Schulung. Trotz allem hatte ich Verständnis für sein Verhalten:

„Oh, jetzt verstehe ich dich. Anscheinend weißt du nicht, dass du neue Blätter bekommst. Weißt du, das funktioniert aber nur, wenn du die alten Blätter jetzt vollständig loslässt. Alle Bäume ziehen im Herbst ihre Lebenssäfte zurück und gehen in eine Art Winterschlaf. So können sie den Winter mit Eis und Schnee viel besser überstehen.

Im Frühling, wenn die Tage länger und wärmer werden, kommen die Baumsäfte zurück und es entstehen neue saftig grüne und leuchtende Blätter. Ich kann dir also nur raten, bitte lass deine Blätter los, damit du auch neue bekommst und den Winter besser überstehst. Du kannst mir vertrauen, dass es wirklich so ist.“

Das Bäumchen wurde still und es wirkte auf mich erstaunt und nachdenklich.

Dann ließ ich los. Ich spürte, dass damit meine Aufgabe beendet war und alles seinen natürlichen Gang gehen würde.

Und was soll ich sagen … am nächsten Morgen staunte ich sehr, als ich aus dem Fenster blickte. Das kleine Apfelbäumchen hatte doch tatsächlich über Nacht sämtliche Blätter auf einmal fallen lassen! Und ich spürte noch etwas … es war zudem auch noch in Winterschlaf gegangen. Ich war einfach nur dankbar und glücklich über dieses Erlebnis, denn es zeigte mir, wie sehr unsere Außenwelt, die Natur um uns herum, mit uns verbunden ist.

Magst du noch hören, wie es dem kleinen Bäumchen jetzt geht und wie wir noch näher in Kontakt kamen?

Dann freu dich schon mal auf die Fortsetzung… Du kannst sie jetzt hier lesen.

Ach ja, noch was. Nun würde ich sehr gerne von dir erfahren, welche Botschaft dir unser Apfelbäumchen mit seinem Verhalten gebracht hat. Verrätst du es mir und meinen Lesern? Dann schreib es doch einfach hier unten ins Kommentarfeld. Ich bin schon sehr neugierig drauf! Du erfährst natürlich auch, was es mir gezeigt hat. 😉 Aber vielleicht kannst du es dir ja schon denken… 😉

Von Herz zu Herz – von Seele zu Seele
JonaMo

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12 comments

  1. Anita sagt:

    Liebe JonaMo,
    zuerst möchte ich Euch mal erzählen, was wir vergangenes Jahr mit unseren jetzt 8 Jahre bei uns stehenden Apfelbäumchen erlebt haben.
    Gegen Ende August traute ich meinen Augen kaum, als sich sah, daß unser mit 8-10 bald reifen Äpfeln behangen war, an einem Ast neue Blüten bekommen hatte. Innerhalb kurzer Zeit hat er die Äpfel bis auf 2 abgeworfen. Er war bestimmt überfordert und ziemlich durcheinander, hätte auch ein Coaching gebraucht. Deshalb meine Frage: Wie hat dir das Bäumchen geantwortet, über deine Seele?
    Übrigens habe ich heute früh auch die Verbindung zur Erde gespürt. Ich bin wie schon länger geplant endlich wieder mal in unseren Garten Barfuß gegangen, dann habe ich mich gedanklich mit der Erde verbunden indem ich mir vorgestellt habe von meinen Füßen wachsen Wurzeln ganz tief in die Erde. Meine Fußsohlen wurden richtig schön wohlig warm, ein tolles Gefühl, das ich mir jetzt öfters gönnen werde.
    Doch nun zu der Angst des kleinen Apfelbäumchen. Ich kenne das Gefühl sehr gut, die Angst länger mit leeren Händen dastehen zu müssen. Es gehört sehr viel Vertrauen in das Leben dazu, loszulassen. Ehrlich, es gelingt mir nicht immer, aber immer öfter.
    Vielen Dank, gerade heute kam deine Geschichte genau richtig zu mir.
    Liebe Grüße von Anita

    • Jona-Mo sagt:

      Danke, liebe Anita, für deine wunderschöne Geschichte! Da brachte dein Apfelbaum wohl auch die Jahreszeiten durcheinander. 😉
      Die Verbindung ist dann einfach da, wie sie zustande kommt, hab ich mich noch gar nicht gefragt. Ich hab auf jeden Fall gestaunt, dass das Ergebnis unseres „Gesprächs“ schon am nächsten Tag sichtbar war. 🙂
      Ja, ich sehe die Botschaft auch so wie du. Es ist manchmal wichtig, erst komplett leer zu werden, bevor etwas Neues entstehen und wachsen kann. Da gehört sogar eine große Portion Vertrauen dazu. Doch es lohnt sich! 🙂
      Herzlich JonaMo

  2. Lydia sagt:

    Hallo liebe Jona Mo,

    unsere Natur ist , so glaube ich, dass einzig wirklich Wahre auf dieser Welt.

    Sie ist Lehrer, Heiler, inspiriert mich rundum in den Dingen des Lebens.

    Sie möchte uns Erdlingen sagen,
    so hab ich u.a. meinen Apfelbaum verstanden,
    wir Erdenwesen leben nicht auf,…sondern in dieser Erde.

    Wir sind ein Teil dieser Ganzheitlichkeit, dieser evolutionären Schöpfung. Sollten uns in dieser Welt mit der Natur in allen Lebensebenen mit dem Herzen verbinden, lernen , leben.
    Leider möchte die Menschheit diese Botschaft (noch) nicht verstehen.

    Doch, glaube ich, viele sind auf guten Wegen, wieder ihre natürliche Anbindung an die Natur des wirklichen Lebens zu finden.

    Das ist ein weites *Feld wie man so sagt, ein wundervolles unendliches Thema.

    Sonnige, liebe Grüße in dein Sein,
    wie auch für alle Menschen, welche sich hier her finden.

    Lydia
    Ps. Glaube, wir haben in den Lehrpfaden des Lebens recht viel gemeinsame Erkenntnisse wie Inspirationen.
    Schön, das es dich gibt in dieser Welt,
    wie alle Menschen , die mit dem Herzen sehen u. es auch leben.

    • Jona-Mo sagt:

      Hallo liebe Lydia,
      ja, genauso empfinde ich es auch. Seit wir einen Garten haben, ist meine Kommunikation und meine Beziehung zu Pflanzen noch viel tiefer geworden.
      Die Außenwelt kann uns ja nur zeigen, was in uns liegt und was wir aussenden. 🙂
      Ganz herzlichen Dank für deinen wertvollen Kommentar und ebenso sonnige Grüße zurück. <3
      Schön, dass wir uns auf diesem Weg begegnet sind. 🙂
      Von Herzen JonaMo

  3. Ursula sagt:

    Liebe JonaMo,

    momentan muß ich viel los lassen und darauf vertrauen, daß ich die richtige Entscheidung treffe – meine Entscheidung und nicht die von jemand anderem. Deine Geschichte macht mir Mut, alles alte loszulassen und auf mich zu hören. Dann ist Platz für neues und schönes!
    Vielen Dank für diese Botschaft :-).
    Liebe Grüße Ursula

    • Jona-Mo sagt:

      Liebe Ursula,
      da bist du auf einem wunderbaren Weg, dem besten, wenn du auf dich selbst hörst. Ja, mir hat dieses Erlebnis auch Mut gemacht. Es ging nämlich kurze Zeit später darum, dass wir unsere Wohnung loslassen, damit etwas Neues kommen kann. Und das Ergebnis ist viel besser als jemals gedacht. Jetzt haben wir dieses Bäumchen sogar bei uns im Garten. Es konnte mit umziehen.
      Herzlich JonaMo

  4. Monika sagt:

    Liebe JonaMo, herzlichen DANK für diese liebe Geschichte !!!!! Ja, wir wissen es, dass man das Alte erst loslassen muss, damit Neues in unser Leben kommen kann !!! Aber man muss es auch tun, (nicht nur wissen) und dass ist nicht immer einfach !!!!! Die Geschichte vom Apfelbäumchen ist ein hilfreicher Anstoß, wieder darüber nachzudenken um das Loslassen auch zulassen zu können !!!! Herzliche Grüße Monika

    • Jona-Mo sagt:

      Liebe Monika, du hast vollkommen recht. Es ist absolut nicht immer einfach loszulassen. Denn wir wissen ja nicht was kommt. 😉
      Übrigens hat unser Apfelbäumchen in diesen Tagen schon wieder eine interessante Botschaft für mich. Lass dich überraschen. Spätestens im Juli erzähle ich die Geschichte weiter. 🙂
      Herzlich grüßt dich JonaMo

  5. Maria Mungenast sagt:

    Liebe Jona Mo!

    Habe auch schon viel Erfahrung mit dem Loslassen gemacht. Meine Erfahrung war, wenn ich freiwillig etwas losgelassen habe kam immer etwas schönes zu mir. Wenn ich nicht loslassen wollte und es dann doch oft ohne mein Einverständnis geschah hat das sehr geschmerzt.
    Vielen lieben Dank für deine Apfelbaum-Geschichte.Es ist mir wieder sehr klar geworden, dass es immer auch um Vertrauen geht.
    Liebe Grüsse Maria

    • Jona-Mo sagt:

      Liebe Maria,
      ich freu mich, dass ich dich mit dieser Geschichte wieder ans Vertrauen erinnern konnte.
      Danke für deinen wertvollen Kommentar!
      Von Herzen JonaMo

  6. Renate sagt:

    Liebe JonaMo,
    vielen Dank für die nette Geschichte. Ich muss Dich erst mal bewundern, weil Du dem Apfelbäumchen geholfen hast, loszulassen. Auf diese Idee wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen. Ich hätte dem Bäumchen ein paar Streicheleinheiten gegeben, jedoch nicht vermutet, dass es meine Hilfe braucht. Ich habe wieder dazugelernt! Das Thema „Loslassen“ ist auch bei mir sehr stark „angekommen“. Manchmal ist es sehr schwer, jedoch merke ich auch langsam, dass sich eine neue Tür öffnet, sobald sich eine schließt. Ich denke, richtig loslassen, kann man erst, wenn man auch das Vertrauen hat, dass für uns „gesorgt“ wird und alles in göttlicher Ordnung ist. Das vergesse ich sehr oft. Deine Geschichte hat mich wieder ermuntert. Ich danke Dir dafür. Liebe Grüße Renate

    • Jona-Mo sagt:

      Liebe Renate, ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar!
      Ich wünsch dir ganz viel Vertrauen in deine eigene Seele und innere Führung. Dann läuft alles wie von selbst. 😉
      Herzlich JonaMo

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